Kuhschellenregatta 2021

Endlich wieder zu einer Regatta fahren, da hab ich dieses Jahr lange darauf warten müssen. Aber jetzt, Ende Juni, ging es dann endlich zum SCAI an den Alpsee. Ich hatte mich schon auf eine lange Fahrt eingestellt und die wurde dann wegen Staus und Umleitungen noch länger als geplant. Da wir aber schon zur Mittagszeit zu Hause loskamen, erreichten wir den Alpsee noch bevor es dunkel wurde. Nach der Begrüßungsrunde bei den schon anwesenden Seglern konnte ich sogar noch aufgebaut werden, nur meinen Stammplatz vor dem Clubhaus konnte ich nicht einnehmen. Nein – New beetle stand dort nicht, es standen jede Menge Stühle an der Stelle. Das war schon die Vorbereitung zur Steuermannsbesprechung am Samstag. Da sollten die Crewmitglieder schön mit Abstand zueinander sitzen. Wie gut, dass das für uns Schiffe nicht gilt. Wir standen wie immer kuschelig und dicht beieinander. Nach und nach trudelten immer mehr Schiffe ein und das Austauschen von Neuigkeiten schien kein Ende zu nehmen. Kein Wunder, denn die Crews hatten sich lange nicht mehr gesehen. Am Abend wurde dann, wie es hier Tradition ist, ein Lagerfeuer angezündet und irgendwann verschwand die Crew zu Ihrer Pension. Am Samstag konnten es die Segler ruhig angehen lassen, es war wenig Wind angesagt und der dann auch noch aus der falschen Richtung. Skipper machte zunächst einmal eine Runde über den Platz, schaute sich die Schiffe an, die er noch nicht kannte oder begutachtet die eine oder andere Veränderung. Die redSALING.at sorgte u.a. dafür das die Kuhschelle wieder den Zusatz international tragen durfte. Dann war da noch ein unbekanntes Schiff mit Segelnummer SIU 469 (ja Ihr lest richtig). Es wird ab sofort von Peter gesegelt und ich bin gespannt welchen Namen es bekommt. Ich bin ja für see you das würde schön passen – ich werde es ab jetzt bestimmt regelmäßig sehen. Es wurde gleich mal auf die Seite gelegt und poliert. Das scheint hier am Alpsee schon Peters Tradition zu sein. Ein alter Bekannte mit neuem Namen wurde auch aufgebaut. Brüllkäfer war da, der nach einem kurzen Intermezzo als Sister Act, jetzt hier als Segel-flow auftauchte. Ich habe so eine Ahnung, dass er jetzt angekommen ist und noch lange unter diesem Namen zu sehen sein wird. Dann fand die offizielle Begrüßung und die  Steuermannsbesprechung statt, bei der auf die Besonderheiten wegen der Corona Pandemie hingewiesen wurde. Ali erklärte auch noch ein mal allen die verschiedenen Kursvarianten, die es an diesem Wochenende geben könnte. Scheinbar hat meine Crew da nicht gut aufgepasst, wie sich später herausstellen sollte. Gegen späten Nachmittag stellte sich ein laues Lüftchen aus Nord-Ost ein und es ging raus auf die Bahn. Am Start waren alle irgendwie sehr nervös und Skipper fand nur eine enge Lücke zwischen den Booten an der Linie. Die 3560 in Lee verlangte Raum und stellte mich in den Wind. Als dann der Startschuss fiel, ging ein paar ewig dauernde Sekunden lang gar nichts mehr und wir mussten hinter dem Feld her- segeln. Wenn die Crew aufgepasst hätte, wäre Ihr auch nicht entgangen, dass die Bahnverkürzungsflagge schon beim Start auf dem Startboot hing. Wir segelten das erste Dreieck ab und arbeiteten uns langsam vor.  Auf der zweiten Kreuz sah Skipper eine Tonne mit blauer Flagge in Lee vor uns. Das Startschiff bildete mit dieser Tonne eine (Ziel?)-Linie. säckn´d Strietzer steuerte vor uns auf diese Linie zu. „Das muss also das Ziel sein – „Die fahren dahin“ sagte Skipper zur Schottin und fiel ab in Richtung dieser Linie. Dass die Schottin anderer Meinung war und damit Recht hatte, stellte sich dann aber schnell heraus. Am Alpsee ist das Ziel immer am Clubhaus und nie an einer anderen Stelle im See. Das müsste Skipper eigentlich wissen. Also sind wir dann noch den haben See hinauf zum Clubhaus und durch das richtige Ziel gesegelt. Dass der Lokalmatador säckn´d Strietzer auch zuerst das falsche Ziel anpeilte, war dann nur ein mäßiger Trost. Danach folgten drei Startübungen mit jeweiligem Gesamtrückruf. Beim fünften Start sah Skipper das der Wind von Nord auf die Starttonne zu lief und steuerte darauf zu. Mit dem Schuss drehte der Wind dann auch noch zu unseren Gunsten, so dass wir umlegen konnten und einen guten Winkel zum Luvfass hatten. Hier kamen wir dann auch an vierter Position an, aber damit war es dann auch schon vorbei. Der Wind schlief ein und über den Bergen braute sich ein Gewitter zusammen. Als die ersten Blitze zu sehen und das Grollen zu hören war, paddelte die Crew mich über den Alpsee zurück zum Clubgelände. Das Gewitter zog dann aber zum Glück vorbei. Slippen und Abbauen wurden so nebenbei erledigt während die Crew sich mit dem guten Start über den verpatzten ersten Lauf tröstete. Für Sonntag war um 9:00 Uhr Startbereitschaft angesagt, sodass es auch kein zu langer Abend am Lagerfeuer wurde. Die Crew war morgens zeitig auf dem Gelände und ich stand bald segelfertig da. Das blieb auch den ganzen Tags so, denn es stellte sich kein Lüftchen ein. Also wurde ausgiebig gefachsimpelt und manche schraubte auch an Ihren Schiffen. 0815′s Skipper erzählte vom richtigen Trimmen und wie immer hörten viele gespannt seinen Ausführungen zu. Irgendwann wollte Ali es dann doch noch wissen und schickte uns auf das Wasser. Wir dümpelten gemütlich zur Startlinie um dann bald wieder mangels Wind zurück zum Clubhaus zu treiben. Es kam dann auch kein Wind mehr auf, sodass die Siegerehrung bald stattfinden konnte. Zum abbauen konnte die Crew sich viel Zeit lassen, da die Heimreise erst für den nächsten Tag geplant war. Die Reise ging dann Montags gemütlich über Land und auch nur bis zum Zwischenstopp in Stuttgart. Dort hatte die Crew ein Treffen mit Enkel Julius und seien Eltern. Ups – muss ich die beiden ab jetzt Oma und Opa rufen? – Ich denke ich bleibe bei Skipper und Schottin und bin mit Ihnen zusammen sehr gespannt was die Zukunft bringt.

ah-so gewonnen hat vajra mit Rainer und Carla

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