Korsarenpreis 2021 am Goldkanal

Drei Tage musste ich im Stuttgarter Starkregen ausharren und dort ausgiebig meine neue Persening auf Dichtigkeit testen. Den Test hat sie bestanden, kein Tropfen ist durch sie zu mir hindurch vorgedrungen. Von Stuttgart aus sind wir dann kurz nach Hause gefahren um anschließend gleich wieder an den Goldkanal zum RCR zu düsen. Nach der Ankunft wurde ich aufgebaut und stand zusammen mit den anderen Schiffen auf dem Gelände. Die Wettervorhersagen berichteten von wenig bis gar kein Wind, und so war es auch. Die Segler vertrieben sich die Zeit bis zum Abendessen mit Fachsimpelei und Kartenspielen. Am frühen Abend kam dann doch noch eine leichte Brise auf und drei Crews nutzten die Gelegenheit um einige Testschläge zu absolvieren. Meine Crew hatte mich zu den Zeitpunkt schon längst abgebaut und in den Windschatten der Hecke gestellt, sah es doch sehr nach Gewitter aus. Der Abend verlief gemütlich unter der großen Überdachung und endete auch nicht allzu spät. Die Wettfahrtleiterin hatte für den nächsten Tag die Startbereitschaft auf dem Wasser für 10:00 angesetzt. Alle sind  früh morgens zügig auf das Wasser und haben sich pünktlich an der Startlinie eingefunden. Den ersten Start vertrödelte die Crew etwas und mühte sich dann im Mittelfeld mit dem schwachen und drehenden Wind ab. Bei zweiten Start passen sie auf, starteten gut und rundeten das Luvfass an zweiter Position. In Richtung Querabtonne schlief der Wind leider wieder ein und der Lauf wurde abgebrochen. Wir dümpelten dann zunächst in den Hafen und ich wurde geslippt. Kurze Zeit später ging es wieder  aufs Wasser, denn die Wettfahrtleitung wollte noch einen Lauf versuchen. Als wieder etwas Wind aufkam, erfolgte der dritte Start. Auch hier verlief zunächst alles gut. Wir lagen wieder im vorderen Feld, als es zu blitzen und zu donnern anfing. Auch dieses Rennen wurde daher abgeschossen  und wir sind alle so schnell wie möglich bei einsetzendem Regen Richtung Hafen gesegelt. Ich wurde wieder geslippt und diesmal war dann auch endgültig Schluss. Zum Glück zog das Gewitter vorbei, aber es regnete beim Abbau so sehr, dass alles klatschnass eingepackt wurde. Bei der Siegerehrung war meine Crew dann leider wieder sehr früh an der Reihe und sie durften sich je eine Tasse abholen. Weil wir zeitig dran waren und die Sonne auch wieder schien, suchte sich die Crew eine schöne Route durch Frankreich für die Heimreise aus. Bis zur deutschen Grenze konnte auch offen gecruised werden, dann setzte aber wieder der Regen ein. Mir war’s egal, war ich doch eh noch durch und durch nass. Morgen gibt es bestimmt mal wieder ne Dusche mit dem Hochdruckreiniger und dann geht es wieder an meinen See. Bis zur nächsten Regatta, die wir besuchen wollen, sind ja noch einige Wochen Zeit.

ah-so gewonnen hat vajra mit Rainer und Marie

Ergebnis

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