Korsarpreis Goldkanal 2018

Sonnenschein und Wind, das waren die Wettervorhersagen für das Regattawochenende am Goldkanal beim RCR. In der Hoffnung, dass beides eintreffen wird, ist die Crew mit mir am Samstag Morgen losgefahren und auch zeitig beim RCR angekommen. Es war dort nicht nur sonnig, es war heiß und so kamen die beiden dann auch gleich beim Aufbau mächtig ins schwitzen. Da der Aufbau aber mittlerweile Routine ist, waren sie schnell fertig und ich stand segelbereit auf der Jollenwiese. Das war nicht überall der Fall, bei New Beetle z.B. musste noch einiges geschraubt werden. Nach der Steuermannsbesprechung sind wir dann auch gleich aufs Wasser und haben uns auf den Start vorbereitet. Irgendwie hatten die beiden aber das 5 Minuten Signal verpasst und mussten den 4 Minuten Ton abwarten um die Regattauhr zu starten. Skipper platzierte mich in der Mitte die Startlinie. Unter uns im Lee lag Wasser flow der anfing kräftig anzuluven. Er drängte uns über die Linie und dort waren wir dann auch noch als der Startschuss fiel. Skipper bremste so gut es ging ab und suchte eine Lücke um wieder hinter die Linie zurück zu tauchen. Es tat sich aber leider keine Lücke auf, sodass wir das ganze Feld vorbei lassen mussten und dann endlich eine Runde um das Startschiff drehen konnten. Der Wettfahrtleiter nickte uns zu, als Zeichen, dass wir alles richtig gemacht hatten und so machten wir uns hinter dem gesamten Feld her auf die Verfolgungsjagd. Die Crew segelte konzentriert und holte auch das eine oder andere Schiff noch ein. Am Ende der Kurses war ein 14ter Platz von 21 Schiffen gar nicht mal so schlecht. Beim nächsten Start wollen Sie es besser machen, aber diesmal kamen wir mit 3739 ins Gerangel und starteten sehr schlecht. Die Dreher und Böen segelten die beiden auch nicht gut mit und so kam am Ende nur Platz 13 heraus. Beim dritten Lauf lag Wasser flow auch wieder im Lee von uns. Dessen Skipper wollte stark abfallen und stieß mir dabei dreimal mit seiner Pinne in den Rumpf. Ein Glück für Ihn das Skipper die Macken in meinem Rumpf in dem Moment nicht gesehen hat. Auch dieser Start war also verkorkst und so sehr sich die beiden auch anstrengten, es wollte an diesem Tag einfach nicht so recht nach vorne gehen. Nach dem 3. Lauf war der Regattatag  beendet und wir Schiffe wurden zum trocknen auf die Wiese gestellt. Viele Segler genehmigten sich dann noch ein erfrischendes Bad im angenehm kühlen Rheinwasser. Nach dem Abendessen saß die Crew noch eine Weile mit den anderen zusammen, machte sich aber dann bald auf zum Quatier nach Steimauern. Ausgeschlafen und voller guter Vorsätze kamen die beiden  dann am Sonntag Morgen an. Es war wieder sonnig und es wehte schon eine schöne Brise über den See und der Wind wurde im Laufe des Vormittages noch stärker. Pünktlich um 10:00 Uhr wurde die erste Wettfahrt angeschossen. Ich bin vorher auf Mittelwind umgetrimmt worden und das war auch gut so. Durch diesen Trimm, einen hervorragenden Start und eine gute Startkreuz kamen wir als zweiter am Luffass an. Auch in den nächsten beiden Runden segelten wir bei Böhen bis zu 5 Beaufort sehr gut und gingen zusammen mit 3739 um die Leetonne. Es wurde ein heißer Kampf auf dem  kurzen Stück zum Ziel und alle gaben alles bis zur Linie. So fuhren wir fast gemeinsam über die Linie und erst die Nachfrage beim Richterschiff ergab, dass wir einige Zentimeter vorne lagen. Beide Crews waren ausgepumpt aber happy über den fight und wir wurden mit einem fünften Platz hinter New Beetle belohnt. Der nächste und letzte Start des Tages ließ nicht lange auf sich warten. Auch hier war die Startposition im Lee des Feldes nicht die schlechteste. Auf den Runden rund um die Insel mitten im See wurde der Wind immer bockiger und die Schottin durfte mehrmals in Luv ein Bad neben mir nehmen. Aber die Crew beherrschte alle Situationen und brachte mich nicht zum kentern. In der letzten Runde konnten wir sogar New Beetle am Leefass einholen. Das war allerdings nicht sehr schwer, denn er lang auf der Seite und sein Schotte tüdelte gerade seinen Verklicker aus der Befestigung der Tonne. An der siebten Position ging es dann auf die letzte Schleife. New Beetle war flugs aufgerichtet und folgte uns in riesen Schritten. Bis zum Leefass konnte die Crew Ihn noch hinter uns halten, aber auf der kurzen Zielkreuz wollte Skipper mal wieder schlauer sein als die Lehre. Er dachte der steile Weg zur Zielboje wäre der schnellere. New Beetle  fuhr auf dem längeren aber schnelleren Weg und kam einige Meter vor und ins Ziel. Tja Skipper, hättest du uns einfach nur gecovert wäre die Sache sicherlich anders ausgegangen. Aber das machte nix, mit Platz 8 in diesem schweren Rennen, in dem es einige Kenterungen gab, war die Crew glücklich. Auch mir gefiel das Endergebnis.  Der 14 Platz im erste Lauf war unser Streicher und wir landeten insgeasmmt auf Rang 11. Jetzt hieß es slippen, abbauen und der Siegerehrung lauschen. Die ließ nicht lange auf sich warten und bald danach machten sich alle in die verschiedenen Himmelsrichtungen auf. Schön war’s am Goldkanal auch wenn wenn wir alle unsere Blessuren mit nach Hause nehmen. Die Crew an jedem Bein ne Handvoll Mückenstiche und ich ein paar Löcher im Bootslack. Aber das wird Skipper erst zu Hause sehen. Auf den Nachhauseweg durch Frankreich sahen in vielen Dörfern große Leinwände und Menschen beim Public Viewing der Fußball WM.  Allez les bleus!

Ah so, gewonnen hat Wasser flow mit Thomas und Gesa.

Ergebnisliste Korsarpreis Goldkanal

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