Kleinere Anpassungen und Reparaturen

Bei jedem Schiff gehen auch mal Kleinigkeiten kaputt oder es ist nötig etwas zu erneuern ohne das da tagelange daran gearbeitet werden muss. So auch bei mir.

Baumniederholer

Dyneema BaumniederholerDer Baumniederholer aus Draht, bei dem die Drahtlitzen aufspleißen, musste erneuert werden. Das Material hierfür in der heutigen Zeit ist Dynema. Es ist genau so stabil wie Draht, lässt sich jedoch viel einfacher verarbeiten. Es sind keine Werkzeuge zum Pressen und auch keine Presshülsen mehr nötig. Es war aber notwendig den Brummel Lockgerissener Schäckel Spleiß zu lernen, um die Augen in Dynema anzufertigen. Das der Schäkel, mit dem der Niederholer am Mastfuß befestigt war, gebrochen ist, zeigt mit welchen großen Kräften ich es zu tun habe. Der ist mir doch glatt beim „normalen“ Trapezwind-segeln um die Wanten geflogen. Das zeigt aber sehr schön wie stark das Dynema ist.

Fockschotklemme

Fockschotklemme ohne FührungFolgendes Problem fiel der Crew erst ins Auge als die Regattamanöver schneller ausgeführt werden mussten: Die Lee Fockschot fiel immer unter das Deck und musste dann bei jeder Wende wieder „gesucht“ werden. Dem Schotten Oli war das schon ein Jahr zuvor in Steinhude ein Graus. Die Klemme mit einem Bügel auszurüsten ging nicht, es war für diese Klemmen kein Bügel zu Fockschotklemme mit Führungbekommen. Eine Überkopfmontage wie bei der Spischot ging bei dieser Klemme auch nicht. Also neue Klemmen kaufen oder mal wieder was basteln. Da die Klemmen sonst noch scharf sind, wurde also wieder gebastelt. Ein Alu U-Profil und ein Aluröhrchen, welches mit einem Bolzen aus Edelstahl gehalten wird, wurde unter die Klemme geschraubt. Jetzt ist die Schot immer da zu finden wo sie hingehört und lässt sich noch gut losschlagen.

Spibaum Lager und Topnant Beschlag

Das SpibaumlagerBei mir wird der Spibaum unter Deck gelagert weil ich kein Spiro-Sytem habe. Er wird einfach in ein Rohr unter das Vorderdeck gesteckt. Da das im Regattagefecht oft sehr schnell gehen muss, achtet keiner darauf, dass der Topnantbeschlag mir das Holz am Rande des Rohres zerstört. Da hilft nur eine Verstärkung aus einem dünnen Blech um das Holz zuschützen. TopnantbeschlagDas Blech war aber dann nach einer Saison schon ziemlich ramponiert. Jetzt hat der Skipper daher mal den Topnantbeschlag „überarbeitet“, die Nieten verschweißt und die Nahtstellen verspachtelt damit der Baum besser in das Rohr flutscht. Mal sehen ob’s was hilft. Die Schottin ist schon mal begeistert – das hakt nicht mehr und schont die Finger.

Wantenspanner

Umlenkrolle WantenHier zeigt sich mit welchen großen Reibungskräften ich umgehen muss. Beim Ausbauen der Vorliektalje ist dem Skipper aufgefallen, dass eine Umlenkrolle des Wantenspanners mors war. Da ist die komplette Scheibe der Umlenkrolle abgearbeitet. Klar die hat er dann auch ersetzen müssen. Damit hat er auch grade Spaß gehabt, denn dazu musste der ganze 8 Scheiben-Flaschenzug auseinandergefädelt werden. Nachdem alles wieder eingefädelt und verknotet war, stellte er fest, dass die Wanten jetzt evt ungleich gehalten werden könnten und der Mast nun wahrscheinlich schief steht. Also Mast drauf und so lange den Stopperknoten verschieben bis der Mast unter den verschiedenen Wantenspannungen immer gerade steht.

Ruderblattaufhängung

SpiegelbeschlagWarum sich der Vorbesitzer jahrelang mit der Aufhängung gequält hat, weiß ich auch nicht. Das Ruderblatt musste immer gleichzeitig in beide Scharniere am Spiegel eingesetzt werden, so wie ein Türblatt und das musste man wegen der Wassertiefe bei manchen Seen machen,Spiegelbeschlag nachdem man schon abgelegt hatte. Da kam es schon mal vor, dass ich unbeabsichtigt in eine nicht gewollte Richtung gesegelt bin. Einmal sind wir dabei fast mit dem Steg kollidiert. Dem Skipper war das Gefummel dann doch zu blöd und er hat den unteren Scharnierstifft verlängert und diesen gleichzeitig dann auch noch ein bisschen verjüngt. Jetzt geht das viel einfacher, schneller und auch sicherer.

Utensilien Netz

Kleinkram Bei fast jeder Regatta trollt irgendwas in meinem Rumpf umher. Mal ne Getränkedose, mal ne Kamera, dann wieder die Sonnenbrille vom Skipper oder das Stirnband der Schottin. Auch die Handschuhe fliegen öfters umher. Das liegt aber daran, dass es in meinem Cockpit kein Handschuhfach gibt. Is doch klar, bin ja schließlich kein MX5. Obwohl –  der neue MX hat auch kein Handschuhfach mehr. Wie dem auch sei, Skipper wollte zunächst ne Tasche aus altem Segeltuch auf die Anspannungen der mit NetzAuftriebskörper nähen, aber dann ist ihm noch was besseres eingefallen. Ein Utensiliennetz, wie im Flugzeug, sollte es sein. Da trocknen auch die nassen Sachen gleich darin. Das WWW gab eins her und es musste nur noch ordentlich auf das Segeltuch gespannt und befestigt werden. Mit einer dünnen Plastikplatte dahinter hatte das Netz dann auch die nötige Stabilität.

Die Trailer Lichtleiste ist kaputt

Die Elektrik meines Trailers macht dem MX ab und zu zu schaffen. Ist es nur ein kleinbisschen feucht draußen, fliegt bei dem die Sicherung raus und die Crew sitzt auf der Straße im Dunkeln. Nachdem das nun schon mehrfach passiert ist, hatte Skipper die Schnauze voll und wollte neue Lampen anbringen. Einfach ein paar Neue aus den Baumarkt hätten es sicher getan, aber er wollte ja unbedingt die neumodischen LED-Leuchten, die brauchen ja auch weniger Strom, und natürlich die mit Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer. Das dafür auch ein neues Kabel und drei neue Stecker her mussten, nahm er auch noch in Kauf. Ob der  MX die LED’s verträgt, erfragte er zuvor bei der Werkstatt die die Hängerkupplung angebracht hatte. „Klar, ist kein Problem“, war die Antwort. Das sah dann aber, nachdem die Leuchten angebracht waren, völlig anders aus. Der Blinker blinkte doppelt so schnell. Also mussten noch zwei Widerstände eingebaut werden, die dem Auto dann normale Birnchen vorgaukeln, den eingesparten Strom in Wärme wandeln und damit die Lichtleiste heizen. Prima, dann friert die auch nicht. Der MX ließ sich damit austricksen und ich hab jetzt schönen neue Lichter unter mir. Und bisher hält sie Sicherung auch noch.

Damit man endlich auch mal am Trailer sieht was für ein Schiff da drauf liegt musste unbedingt noch ein Kosaren-Logo drauf. Und weil kein passendes zu finden war hat die Crew grad selber eins gebastelt. Und wenn schon – den schon – also gleich zwei.

Ausschnitt am Deck bei  der Spitrompete reißt ein

Die Spischoten und die Spifall haben in den letzten Jahren tiefe Spuren im Deck-Ausschnitt für den Spi hinterlassen. Das musste unbedingt überarbeitet werden, sonst hält mein Deck an der Stelle nicht mehr lange und auch der Spi geht nicht mehr so einfach aus der Trompete heraus weil, die , dass der alte Alu Pinnenausleger noch in der Garage rumlag. Den hat Skipper der Länge nach aufgeschnitten und über die Kante geklebt. Anschließend mit Epoxy die Verbindung zwischen Holz und Alu angleichen und das Ganze mit Klarlack streichen. Jetzt ist mein Deck wieder stabil und die Schoten gleiten auch leichter um die Kante.

Ein Spi-Galgen solls sein

Spi-GalgenAn den meisten Schiffen sieht man einen sogenannten Spi-Galgen. Der ist dazu da, damit sich Spifall und Vorstag kreuzen können und damit sich Genuafall und Spifall aus dem Weg gehen. Bei meinem Mast ist das anders gelöst. Da läuft die Spifall durch eine Öse, die in das Vorstag eingeflochten ist. Dass das Spifall sich da mit dem Vorstag auch mal verdrillen kann und der Spi weder rauf noch runter geht, hatte die Crew schmerzlich am Achensee erlebt. Es musste also ein solcher Galgen her. Die Clubkameraden hatte noch einen Galgen in der Kruschkiste und der wurde mir dann an den Mast genietet. Da das Vorstag dabei dran glauben musste, wurde es auch gleich durch Dynema ersetzt. Jetzt sind wir dann mal gespannt wie sich der Galgen in der nächsten Saison bewährt. Ich hab ja das Gefühl das er etwas zu klein geraten ist, aber mal sehen…

Ja ich hatte Recht,- der Galgen ist zu klein. Das Vorstag ist zu nahen an der Genua und diese wickelt immer noch ab und zu das Stag mit ein. Skipper hat dann in der in der Klassenvorschrift nachgelesen und da stehen doch glatt das Maß drin wonach man sich bei Bau eines Galgens richten muss. Da steht: „Der Holepunkt des Spinnakerfalls liegt innerhalb eines Radius von 100 mm gemessen vom Schnittpunkt der Vorsegelvorlieksverlängerung bis Mastvorderkante“. Das ist ja dann klar, der Holepunkt des kleinen Galgens ist 3 cm zu nahen am Mast. Jetzt hat er einen neuen gebaut der genau auf dieses Maß passt. Die ersten Test mit diesem Galgen waren sofort erfolgreich. Die Genua wickelt das Stag nun nicht mehr mit ein.

mehr Auftriebskörper

Bei der Kenterung in Bosen hatte sich gezeigt das ich wohl doch ein bisschen zu wenig Auftrieb im Heck habe. Wenn Schottin und Skipper gemeinsam mit dem ganzen Wasser auf mir sitzen sacke ich hinten immer weg. Also mussten die Auftriebskörper vergrößert werden. Da noch etwas Platz unter der Ducht war hat Skipper den mit zugeschnittenem Styrodur aufgefüllt und da Ganze dann wieder ordentlich vertäut.

Ich hab die Schnauze demoliert

Irgendwie hab die diesen Sommer zu viel auf’s Maul bekommen. Die Crew hat zwar immer beim An- und Ablegen aufgepasst, aber den einen oder anderen Stubser hab ich doch abbekommen. Das Resultat, an meinen Bugspitze platzt der Lack ab und das Holz verfärbt sich unter dem Lack schon dunkel. Höchste Zeit das Skipper da was dagegen tut. Er hat den losen alten Lack komplett abgelöst und die Risse angeschliffen. Damit meine Bugspitze in Zukunft stabiler ist, hat er ein dünnes Glasfilamentgewebe auflaminiert und mehrfach mit Epoxy überstrichen. Dann noch Klarlack drüber und schon sieht man fast nix mehr. Und weil er gerade dabei war hat er auch gleich noch die Innenwandungen vom Rumpf ausgebessert und mit weißem Lack gestrichen.

Genua-Vorliek-Strecker

Jedes mal beim Setzen der Fritz Genua muss Skipper das Vorliek mit einem Bänsel nach unten und nach vorne spannen. Und jedes mal stellt er damit eine andere Spannung des Vorlieks ein. Und jedes mal weis er nicht ob er die selbe Spannung eingestellt hat wie beim letzten setzen der Genua. Also hat er sich eine Konstruktion überlegt wie er die Spannung immer gleich einstellen kann. Das Ergebnis ist eine Rändelmutter in Kombination mit  einem Wantenspanner-Terminal. Der Genua Draht wird am Lochblech mit einem Klappnasenbolzen befestigt. Das Vorliek der Genua wird anschließend im Terminal des Wantenspanners mit einem weiteren Klappnasenbolzen befestigt. Nun kann er mit der Rändelschraube die Spannung einstellen. Die Anzahl der Gewindegänge zeigt Ihm die Spannung an. So kann er immer exakt die gleiche Spannung einstellen. Prima, jetzt muss er nur noch lernen bei welchen Wind er welche Spannung einstellen muss damit ich schnell segeln kann.

Wantenhalterung unsicher

Das nenn ich mal ein Glück, das Skipper das endlich gesehen hat! Um etwas mehr Vorbiegung über die Wanten in den Mast zu bekommen wollte er die senkrechte Hauptumlenkrolle der Wantenhalterung etwas nach vorne zum Bug hin verstellen. Dabei ist Ihm aufgefallen, das die Schraube welche die waagerechte Umlenkrolle hält, nicht in Edelstahl ausgeführt ist und deshalb wohl schon seit Jahren vor sich hin rostet. Nicht auszudenken was passiert wenn Diese bricht. Dann wird schlagartig eine Wante um 10-15 cm länger und der Mast steht dann schief. Also war unbedingt ein Ersetzen der rostigen Schrauben durch Edelstahlschrauben angesagt. Wie sollte es auch anders sein, die Schrauben saßen so fest das der komplette Ausbau der beiden Halterungen war nötig. Dann konnten die Schrauben herausgedreht werden. Das das Gewinde der Schraube gleichzeitig das Lager der Scheibe war stellte sich jetzt erst heraus. Da war dann auch klar warum die Schraube nur noch 70% Ihres Durchmessers aufwies. Es wurde von der sich drehenden  Messingrolle allmählich abgerieben. Er ersetzte dann die Schrauben durch Edelstahlschrauben und baute die Halterungen wieder ein. Dabei fiel auf, dass auf der Stb-Seite eine Holzschraube der Halterung fehlte. Auch das Dilemma hat er beseitigt.

Neues Genuafall

Nachdem sich Skipper zum wiederholten mal mit dem Stahldraht in die Finger gestochen hatte stellte ers fest: Das Fall war schon wieder fertig! Es hat nicht lange gehalten. Erst vor zwei Jahren hat er es eingebaut. Damals hat er extra einen hochflexiblen Draht gekauft aber das hat anscheinend auch nichts genutzt. Der Draht hat wieder Spliss und zwar an der Stelle an der er über der Rolle bei gesetzter Genua abknickt. An der Auerhahn Regatta stand ich zwei Tage neben Minimax und der hat ein Dyneema als Genuafall. Das wollte ich auch haben und da ich mit meiner Mastfallverstellung eh nicht zufrieden bin hat Skipper das umkonstruiert. Die Fall sollte doppelt laufen damit unten am Mast nur noch die Hälfte der Zugkraft auf der Talje lastet. Also musste am Mast oben, dort wo die Fall über die Umlenkrolle aus dem Mast austritt, eine zusätzliche Halterung befestigt werden. Dazu hat er einen Schäckel zusammen gequetscht und mit der Umlenkrolle am Mast verschraubt. Eine fliegende Rolle aus Edelstahl war auch noch in der Kruschkiste zu finden, die er dann am Fockwirbel verschraubt hat. Dann musste nur noch das 4mm starke Dyneema mit je einem Auge an den Enden auf die richtige Länge gespleisst und in den Mast eingezogen werden. Die Vorlaufleine ist ja jetzt doppelt so lang und wurde auch erneuert. Die Halterung der Talje am Kielschwein hat er verstärkt damit sie ständig die Genua halten kann. Jetzt sollte auch das Umtrimmen des Mastfalls während der Fahrt möglich sein. Damit war er dann auch schon fast fertig. Jetzt wurde der Mast wieder gestellt und das Rigg komplett neu ein gemessen. Da das Fieren des Falls um einen Zentimeter ja jetzt nur noch die Hälfte an Länge im Genuadraht selbst ausmacht, mussten alle Markierungen betreffend des Mastfalls und der Wantenspannung neu ermittelt werden. Das ist eine Prozedur die ich überhaupt nicht mag. Ständig die Wanten bis aufs Maximum gespannt und mit dem Power-Otto nachgemessen. Dann wieder lose und mit dem nächsten Mastfallwinkel wieder neu gespannt. Und so weiter und so weiter …  Aber nun kann die Mastfall fein eingestellt und auch während der Fahrt korrigiert werden.

Rumpf schleifen

Das ich immer mal wieder die eine oder andere Macke am Rumpf abbekomme bin ich ja fast schon gewohnt, aber in der Saison 2018 war es besonders derb. Dazu kam dann auch noch, dass der Jollensteg an meinem Heimatsee eine schwarze Rammschutzleiste bekommen hatte. Die färbt, kaum das ich mich mal zart anlehne, sofort ab und hinterlässt schwarze Streifen im weißen Lack. Also musste ich mal wieder in die stabile Seitenlage, damit Skipper die Macken ausbessern konnte. An einigen Stellen musste er bis aufs rohe Holz herunter schleifen und dann den Lackaufbau neu herstellen. Nachdem dies alles vollbracht war wurde mein Rumpf nochmal komplett geschliffen und poliert. Jetzt bin ich wieder schön weiß und die neue Segelsaison kann kommen.

Neue Paddel

Wenn man bei der IDM mit segeln will, muss man auf jeden Fall zwei Paddel an Bord haben. Ich schlepp schon immer, seit ich bei meiner Crew bin, zwei alte schwere Paddel in meinem Bug-Staufach mit. Die hat die Crew irgendwann mal beim Tauchen gefunden. Da die Epoxid Harzreste in der Garage eh schon ihr Verfalldatum erreicht hatten, hat Skipper aus alten Carbonrohren und Glasfasermatten zwei neue Paddel gebaut. Ein Kurzes für die Schottin, die ist ja schließlich näher am Wasser, und ein etwas längeres für sich. Beide zusammen sind auch nur noch so schwer wie eines der alten.

Neuer Spibaumbeschlag

Mein Spibaumbeschlag ist eigentlich noch gar nicht so alt gewesen. Trotzdem ist er, dort wo die Spischot immer durchläuft, von der Schot eingelaufen und es ist eine Kerbe  entstanden. Dadurch klinkt die Schot nicht mehr gut aus. An säck´nd Strietzer hat Skipper einen Beschlag gesehen, der nach vorne ausklinkt statt nach unten. Diesen wollte er auch kaufen und bei mir einbauen. Leider war der Beschlag nirgends zu mehr zu bekommen. Also hat er sich daran gemacht das Teil selber nachzubauen. Angefangen hat er mit einer Zeichnung der Einzelteile auf Karton. Diese wurden dann so lange zugeschnittenen und angepasst bis der Klappmechanissmuss funktionierte. Die Kartonvorlagen hat er auf Aluverbundblech übertragen und dann die Einzelteile ausgesägt. Es war ne Menge Feinarbeit mit verschiedenen kleine Feilen nötig bis alle Teile reibungslos passten und auch der Federmechanismus seinen Dienst tat. Jetzt musste nur noch die Verbindung zum Spibaum selbst geschaffen werden. Da noch ein Reststück vom Spibaumrohr in der Kruschkiste lag, konnte er die Aufnahme einfach im angedicktem Epoxyd gießen. Mit diesem neuen Beschlag sollte das Ausklinken des Spis nun kein Problem mehr sein. Jetzt muss die Schottin sich aber das Einklinken des Spis neu aneignen. Das kriegt Sie aber bestimmt hin.

Neue Oberpersening für den Transport

Als Skipper meine Transport-Oberpersening gekauft hatte, war Ihm sicher nicht bewusst, dass diese aus PVC ist und damit eigentlich für Holzboote nicht geeignet ist. Als ich letztens am Achensee in der prallen Sonne stand und mit dieser Persening eingepackt war, hat Skipper sich glatt die Finger verbrannt als er sie etwas nachspannen wollte. Es musste also eine Neue besorgt werden. Auf die Schnelle war keine passende zu finden, aber ein 6 mal 2,5 Meter großes Stück Persenigstoff konnte er einfach im WWW bestellen. Das hat er dann auf mein Deck gelegt und in 25cm Abstand von der Scheuerleiste abgeschnitten, und  anschließend den Rand mit der guten alten Adlerette ca 4 cm breit ungesäumt. Etwas kniffelig war dann noch das Drapieren um die Bugspitze und die Faltung des Tuchs am Spiegel. Dann hat er noch zwei Spanngurte mit Verschlüssen angenäht und die Luftverladeschnur aus der BW Zeit eingezogen. Jetzt hab ich wieder eine dichte, leichte, atmungsaktive Persening, die dazu noch weiss ist und damit wird mein Deck auch nicht mehr so heiß.